Kennst du noch das alte Kinderspiel „Ich sehe was, was du nicht siehst und das ist…“? Dieses Spiel lässt sich gut, etwas umgewandelt auf die Technik der Visualisierung anwenden!

In diesem Spiel haben wir uns immer einen ganz bestimmten Gegenstand in unserer Umgebung ausgesucht, haben uns auf ihn konzentriert und unsere Mitspieler mussten dann erraten, welches Ding, wir visualisieren. Bevor die anderen Kinder suchen konnten, war es ganz wichtig ihnen am Anfang noch eine grundlegende Eigenschaft des zu findenden Gegenstandes zu benennen (zum Beispiel: „Ich sehe was, was du nicht siehst und das ist grün“), damit die Mitspieler sich das fokussierte Objekt bildlich vorstellen konnten und sich dadurch ihre innere Aufmerksamkeit auf alles „grüne“ in ihrem nahen Umfeld richtete.

 

Ganz ähnlich verhält es sich mit der Visualisierung in unserem Alltag.

 

Was bedeutet denn nun eigentlich das Wort Visualisieren?

Visualisieren, bedeutet, sich etwas mit dem Geist bildlich vorstellen. Unsere Augen möchten zum Beispiel sehen, was sie begreifen wollen.

Darum zeigen die Eltern dem Kleinkind,  am Anfang des Lebens, neue Dinge und Gegenstände, z.B. dies ist ein Auto, ein Fahrrad, ein Hund, ein Ball,…

So, lernen wir nach und nach die Welt in der wir leben, kennen.

Dies ist die Voraussetzung für unser Verstehen: Klarheit schaffen, allem einen Namen geben, ein Bild machen.

Durch unsere Vorstellungskraft und erlernte Assoziationen (Verknüpfungen) machen wir es für uns sichtbar.

Wie funktioniert nun unser Gehirn, in Bezug auf das Thema Visualisierung?

Das Gehirn kann tatsächlich nicht feststellen, ob man etwas wirklich sieht oder ob man es sich „nur“ vorstellt. Dies kannst du sogar mit einem Experiment selbst testen.

Da die Bilder in deinem Kopf deine „Realität“ erschaffen, spielt das Visualisieren bei deiner Wunscherfüllung eine sehr wichtige Rolle.

Bei der Technik des Visualisierens kommt es noch nicht mal so sehr auf das Bild an, dass du in dir gestaltest, sondern sehr viel mehr auch auf das Gefühl, dass du während der Visualisierung in dir fühlst.

Tu also einfach so, als sei das, was du dir wünschst, jetzt schon Wirklichkeit und ganz real in deinem Leben.

Das Visualisieren ist eine sehr einflussreiche Methode, um dein Leben selbst zu gestalten.

 

Wie visualisierst du nun, mithilfe deiner Fantasie und inneren Vorstellungskraft, ein konstruktives Ziel in deinem Leben?

Frage dich zuerst:

 

  • 1

    Was möchte ich eigentlich in meinem Leben sehen oder was will ich verändern? 

  • 2

    Wie soll mein ganz persönlicher Film in Zukunft aussehen?

  • 3

    Welchen Film schaue ich mir jetzt gerade an?

 

Drama, Thriller, Lovestory, Komödie, Dokumentation, Science-Fiction …?

 

Doch die wichtigste Frage bei der Technik der produktiven Visualisierung ist:

 

Kann ich auf ein anderes Programmumschalten“, als das, was ich gerade schaue? Bin ich mir bewusst, dass ich die „Fernbedienung“ schon in der Hand habe und ich nur denKnopf“ meiner inneren Vorstellungskraft drücken muss, um neue Szenen in mir zu erschaffen?

 

Es ist unser Bewusstsein, dass wir nutzen können und müssen, um unsere wunderschönen Möglichkeiten  zu visualisieren.

Du musst nur, den für dich passenden „Film“ einlegen und nicht immer zwischen den vorhandenen „Programmen“ hin und her zappen. Entscheide dich für einen „Kanal“ und schalte erst wieder um, wenn du bei deinem gewünschten „Reality-TV“ angekommen bist!

Alle „Grenzen“ und alle „Weiten“ sind in dir vorhanden. Du kannst sie verändern, ausblenden oder umschalten. Worauf fokussierst du dich? Wofür entscheidest du dich?

 

Metapher von den zwei Wölfen

Wir möchten dir hier gern eine Geschichte zum Nachdenken und als Begleitung mit auf deinen weiteren Weg geben. Sie stammt von den Ureinwohnern Amerikas und verdeutlicht dir noch einmal, wie wichtig es ist, worauf wir unseren Fokus im Leben richten und welcher Kampf in jedem von uns immer wieder stattfindet, mal mehr und mal weniger!

 

Abends am Lagerfeuer erzählte ein alter, weiser Indianerhäuptling seinem Enkelsohn von einem Kampf, der in allen von uns immer wieder und wieder tobt.

Er sagte: „Mein Sohn, im Herzen eines jeden Menschen leben zwei Wölfe. Der eine ist schwarz wie die mondlose, wolkenverhangene Nacht. Er ist der Wolf der Unsicherheit, des Zweifels, der Angst, des Misstrauens, des Haderns. Er sagt: „Das kann ich nicht, ich bin nicht gut genug, ich habe es nicht verdient…“

Der Zweite ist weiß und strahlt wie die Mittagssonne. Er ist der Wolf der Mühelosigkeit, der Freude, der Sicherheit, des Glaubens, der Dankbarkeit, der Liebe, des Mitgefühls. Er sagt: „Ich habe es verdient, ich kann es, ich bin wertvoll…“

Erbittert kämpfen beide Wölfe miteinander.“

Visualisierung - Metapher von zwei Wölfen

Sein Enkel dachte einige Zeit über die Worte des Großvaters nach, legte dann die Hand auf seine Brust und fragte: „Kämpfen diese Wölfe denn auch in meinem Herzen?“

„Ja, auch in deinem Herzen“, nickte der Alte.

„Auch in meinem Herzen, auch in dem deiner Schwestern und Brüder, deines Vaters und deiner Mutter. Sie leben und kämpfen im Herzen eines jeden Menschen. Doch sie unterscheiden sich nicht nur in der Farbe ihres Fells. Der schwarze Wolf fletscht die Zähne, er droht und knurrt und beißt, er ist rachsüchtig, grausam und gierig. Der weiße Wolf aber ist klug, sanft und liebevoll. Er liebt die Menschen und ist gütig und weise.“

Der Enkelsohn sah lange in die Glut des erlöschenden Feuers. Schließlich fragte er leise: „Wird aber nicht der schwarze Wolf den weißen töten? Ist nicht im Kampf der Wütende dem Sanften überlegen?“

Der Großvater sieht den kleinen Jungen weise lächelnd an und fragt: „Kannst du jemanden besiegen, nur weil du voll Wut bist?“

Der Enkel legt nachdenklich seinen Kopf in beide Hände und antwortet dann zögerlich: „Nein. Es kommt auf die Stärke und das Können an. Aber welcher Wolf ist nun der stärkere? Welcher wird den Kampf gewinnen?“

Der, den du fütterst!, antwortete der Alte.

 

Die Moral von der Geschichte:

Welchen Wolf möchtest du stärken und füttern?

Denk darüber nach und treffe bewusst deine Entscheidung!

Fokussiere dich auf deinen gewünschten „Wolf“. Stell „ihn“ dir in allen Einzelheiten vor, täglich und immer wieder, bis dieser „Wolf“ gestärkt und fest in dir steht.

Denn unser Gehirn lernt nur durch konsequente Wiederholung!

Das Konzept der Achtsamkeit unterstützt die Arbeit des schöpferischen Visualisierens enorm. Lerne dich selbst immer besser kennen, deine Gewohnheiten, Muster, Gedanken, Glaubenssätze und mit Geduld und Disziplin wird es dir möglich sein, deine „hilfreichen Wölfe“ zu stärken.  

 

Visualisierung - Zitat

 

Um deinen Wunsch in dein Leben zu „ziehen“, musst du die Übung der Visualisierung so lange fokussieren, in dir fühlen und konstant regelmäßig durchführen, bis sich deine Vorstellungen real anfühlen oder in deinem Leben materialisiert haben.

Wenn du bereits Erfolge durch deine Vorstellungskraft in deinem Leben generieren konntest, kannst du dir sicher sein, dass deine „Bilder“ und „Fantasien“ in dein Unterbewusstsein vorgedrungen sind und sich hier nun Dank des Gesetzes der Anziehung bald in deinem physischen Leben zeigen werden.

Was ist wichtig, um erfolgreich ein Ziel zu visualisieren?

Je konkreter und detaillierter du dir etwas vorstellen kannst, desto besser kannst du es fühlen und umso mehr schwingt dein „inneres Pendel“ nach außen und gleiche Resonanzwellen werden das in deinem Leben anziehen, was du als Bild in dir erzeugt hast.

Nutze all deine fünf Sinne.

Visualisiere wie etwas aussieht, wie es sich anfühlt, anhört und vielleicht kannst du sogar wahrnehmen, wie etwas riecht oder schmeckt.

Bei unserer Recherche sind wir auf ein spannendes Interview "Wie du die Kraft der Visualisierung für dich einsetzen kannst!" von Laura Marina Seiler mit Ramona Mayr gestoßen. Hör's dir doch einfach mal an! 😁

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Dein Ziel visualisieren ...

Um nun mit der Visualisierung beginnen zu können, solltest du die Augen schließen, dich entspannen und dafür sorgen, dass du für die Dauer deiner Übung ungestört bleibst.

Achte auch darauf, dass du dich selbst in deinem visualisierten Bild befindest und nimm wahr, wie gut sich dieses Bild für dich anfühlt oder wie viel Freude, Liebe, Anerkennung und Glück du dabei empfindest.

Frage dich auch:

„Was kann ich jetzt konkret dafür tun, um das angestrebte Ziel zu erreichen?

Setze deine Antworten in die Realität um.

 

Bei all diesen Übungen geht es vor allem darum, deinen „perfekten Tag“ zu kreieren, zu visualisieren und danach zu handeln.

Dieser „perfekte Tag“ sollte alles beinhalten, was du in deinem Leben gerne tun, sein oder haben möchtest.

Frage dich, wie dein Tag oder zukünftiges Leben aussehen würde, wenn es keinerlei Begrenzungen gäbe, wenn du tun könntest, was du gerne wolltest. Hierbei gibt es auch keine geografischen Begrenzungen, du kannst dich überall „hin beamen“, wohin dich dein Herz zieht.

Es gibt auch keine finanziellen, gesundheitlichen und sozialen Einschränkungen. Du kannst in deiner Visualisierungsübung, das Wunschbild in dir gestalten, was du schon immer von Herzen leben wolltest.

Träumen ist bei dieser Übung nicht nur erwünscht, sondern Pflicht.

Wir erschaffen etwas immer zuerst in gedanklicher Form.

Hier tritt auch wieder das Gesetz der Anziehung zutage. Dies besagt, dass du alles, was du in die Welt hinausgibst, auch irgendwann zu dir zurückkommen wird.

Je mehr „schöne“ Bilder wir im Kopf haben und uns diese auch vorstellen können, desto mehr von diesen Möglichkeiten werden sich in  unserem Leben verwirklichen.

Setze dir am Anfang feste Zeiten, um die Methode des Visualisierens zu üben, bis du merkst, dass diese Art der Vorstellungskraft für dich zu einer Gewohnheit und Normalität geworden ist.

Nutze hierbei auch gern die Kraft und Ausdrucksweise eines selbst kreierten Vision-Boards. Erstelle dir eine Collage/ein Poster und gestalte dies mit all dem (Fotos, Affirmationen, Zeitungsausschnitten), was du bildlich anschauen und verstärken möchtest, um dein angestrebtes Ziel, zu erreichen.

 

Lenke deine Aufmerksamkeit vom Problem auf die Lösung und stelle dir dies bildlich vor!

 

…und wenn du aufgeben willst, denk daran, warum du angefangen hast.

Beginne einfach mit dem ersten kleinen Schritt und sei dies auch „nur“ in deiner Fantasie!

 

Viel Spaß beim Visualisieren! 🤔💭 ✨

 

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    5 replies to "Visualisierung – Die Kraft deiner inneren Bilder!"

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